Noten von John Herbert Foulds


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Foulds Vater war Fagottist im Hallé-Orchester. Zu seinen Vorfahren gehörte auch Achille Fould, Finanzminister unter Napoléon III. Bereits als Vierjähriger begann Foulds mit dem Klavierspiel, später erlernte er Oboe und Cello. Im Alter von 7 Jahren entstanden erste Kompositionen. Mit 13 Jahren verließ er sein Elternhaus und wurde bald professioneller Orchestermusiker. 1900 wurde er Mitglied des Hallé-Orchesters unter Hans Richter. Als Komponist weitgehend Autodidakt, machte ihn die Tondichtung Epithalamium, die 1906 Henry Wood bei den Proms uraufführte, auch breiteren Kreisen bekannt. 1915 lernte er seine zweite Frau Maud MacCarthy kennen, die – selbst Musikerin, die als Sängerin auch die indischen Tonleitern beherrschte - ihn in die indische Musik einführte, und so sein bereits vorhandenes Interesse an exotischen Klängen und Tonleitern verstärkte. Foulds lehrte zeitweilig auch an der Universität London. Von 1927 bis 1930 lebte er in Frankreich und erwarb sich dort Anerkennung als einer der führenden Stummfilm-Begleiter. In Paris trat er in Kontakt mit der Künstlergruppe Les Six sowie Korngold, Ravel, Varèse und Strawinski. 1930 kehrte er nach London zurück. 1935 reiste er mit seiner Familie nach Indien, betrieb Volksmusikforschung und wurde Direktor für Europäische Musik bei All-India Radio in Delhi. 1939 verstarb er in Indien an Cholera.