Noten von Norbert Burgmüller


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Burgmüller entstammte einer sehr musikalischen Familie: sein Vater Friedrich August Burgmüller wirkte als Musiklehrer, Komponist, Kapellmeister und später als Musikdirektor in Düsseldorf; seine Mutter Therese von Zandt war eine gefragte Musikpädagogin. Norberts älterer Bruder Friedrich Burgmüller (1806–1874) war ebenfalls als Musiker, Klavierlehrer und Komponist tätig, wirkte ab 1834 in Paris und ist bis heute für seine Klavieretüden für junge Pianisten bekannt.
Norbert Burgmüller erlernte schon früh das Violin- und Klavierspiel und begann zu komponieren. Einer seiner Lehrer war wahrscheinlich Joseph Kreutzer. 1824 starb der Vater, wodurch die Familie in große Not geriet. Sie fand jedoch Unterstützung durch den Grafen Franz von Nesselrode-Ehreshoven, der Burgmüller auch mehrfach auf sein Schloss Ehreshoven einlud. Besonders kümmerte sich der Graf um Burgmüllers musikalische Ausbildung, sodass dieser 1826 nach Kassel gehen konnte, um dort Violine bei Louis Spohr und Theorie bei Moritz Hauptmann zu studieren. Bis 1830 verbrachte Burgmüller seine Zeit überwiegend in Kassel, wo er als Korrepetitor, Dirigent und Pianist wirkte. Hier besuchte ihn einmal der junge Komponist und Pianist Stephen Heller, dem Burgmüller sein Klavierkonzert vorspielte. Das Werk wurde am 14. Januar 1830 in Kassel mit Burgmüller am Klavier uraufgeführt. Bereits 1829 hatte sich der Komponist mit der gefeierten Opernsängerin Sophia Roland (1804–1830) verlobt, die jedoch die Verbindung im Jahr darauf wieder löste und kurz darauf am 17. Oktober 1830 in Aachen verstarb. Der Komponist geriet daraufhin in eine tiefe Krise, die zu zeitweiligem Alkoholismus und dem Verlust der Unterstützung durch Spohr führte. Außerdem litt er von dieser Zeit an unter epileptischen Anfällen.
Burgmüller kehrte noch im selben Jahr nach Düsseldorf zurück, wo er seinen Lebensunterhalt durch Unterricht und kleinere Engagements bestritt. Öffentliche Stellungen wie der Posten des städtischen Musikdirektors blieben ihm verwehrt. 1833 befreundete er sich mit Felix Mendelssohn Bartholdy, der statt seiner den Posten des Musikdirektors erhalten hatte. Mendelssohn spielte am 3. Mai 1834 in einem Abonnementskonzert Burgmüllers Klavierkonzert. Ein weiterer Erfolg war die Uraufführung der 1. Symphonie am 13. November 1834. Im Jahr darauf verlobte sich der Komponist ein zweites Mal mit der Französin Josephine Collin, der Gouvernante der Kinder seines Gönners Graf Nesselrode. 1835 machte er Bekanntschaft mit dem Dramatiker Christian Dietrich Grabbe, der für Burgmüller das parodistische Opernlibretto „Der Cid“ schrieb. 1836 beschloss Burgmüller, ähnlich wie sein Bruder, sein Glück in Paris zu suchen. Dieses Vorhaben konnte er jedoch nicht mehr realisieren. Während eines Kuraufenthalts in Aachen ertrank er im dortigen Quirinusbad, wahrscheinlich infolge eines epileptischen Anfalls. Sein Tod wurde in Düsseldorf mit großer Bestürzung aufgenommen. Grabbe schrieb einen Nachruf, Mendelssohn komponierte zur Beisetzung den Trauermarsch a-Moll op. 103.
Zu Burgmüllers Freunden gehörte auch der spätere Schriftsteller Wolfgang Müller von Königswinter, der auf Bitten von Robert Schumann umfangreiche Erinnerungen an Burgmüller verfasste, die 1840 im Druck erschienen.
Das Grab von Norbert Burgmüller befindet sich auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof.