Sonata da chiesa – Noten


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Schon früh im 17. Jahrhundert ist die Verwendung der Sonate alla levatione oder graduale in der Kirche belegt, hier als Teil des Propriums, aber auch anstelle eines Ordinariumsteils. Die Entwicklung der beiden Typen Sonata da chiesa und Sonata da camera ist eine italienische `Erfindung´ Ende des 17. Jahrhunderts, die genauere Typisierung geht auf Arcangelo Corelli zurück.
Die offensichtlichsten Unterschiede sind die, dass die Sonata da chiesa keine Tanzsätze enthält und meist strenger, kontrapunktischer im Satz gehalten ist. Auch in französischen Quellen taucht diese Differenzierung auf, in deutschen aber kaum. Bald nach 1700 beginnen sich diese beiden Typen dann zu vermischen. 1736 schreibt Franz Anton Maichelbeck in seinen auch mit Tanzsätzen durchsetzten, also da camera-Sonaten, dass `alsdann auch neue Messen nach Welscher Art … nachfolgen können.´
Noch Mitte des 18. Jahrhundert führte der konservative Geschmack der Habsburger Kaiser zu einem Repertoire von Kirchensonaten und -symphonien nach dem da chiesa-Typ, deren Geschichte bis ins 19. Jahrhundert reicht. Hier ist allerdings noch vieles unerforscht. Mozarts Kirchensonaten hingegen sind freieren Typs, sie zählen sicher zu den bekanntesten, und auch neuere Komponisten bereichern das Repertoire weiterhin.

Kirchensonaten ausgewählter Komponisten